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Wort für die Woche

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10. Juli 2022 (F. Neuennhausen)

Wer ist glücklich?

Mit dieser Frage beschäftigt sich Psalm 1, den man an den Anfang aller Psalmen gestellt hat. Glücklich sind Menschen zu nennen, die auf Gerechtigkeit ausgerichtet sind, also auf das, was allen anderen Menschen auch guttut. Sie suchen sich ihren Freundeskreis so aus, dass sie nicht in Schwierigkeiten mit ihrem Gewissen geraten. Sie sind selbstkritisch mit sich und offen für das was kommt. Dabei orientieren sie sich an dem, was man als rechtes Handeln schon erkannt hat und denken darüber nach. Solche Menschen bringen wie ein Baum automatisch Früchte in Form von guten Werken hervor, von denen andere profitieren.


18. April 2022 (F. Neuenhausen)

Es ging um die Geschichte der Emmaus-Jünger (Lukas 24, 13-35): Jesus erklärte den Jüngern auf dem gemeinsamen Weg wichtige Aspekte der heiligen Schrift. Sie verstanden zwar, was Jesus ihnen erklärte, aber überzeugt waren sie erst von Ihm, oder sie erkannten Ihn erst, als er mit ihnen das Brot brach. Mit anderen Worten: Die Bibel und deren Botschaft verstehen ist eine Sache - aber eine persönliche Beziehung zu Gott einzugehen, dass ist das, was zählt und worauf es ankommt.


11. April 2022 (A. Ahrens)

Die Geschichte von Jesu Einzug in Jerusalem wird erzählt (Matthäus 21,1-11): Großer Jubel, Hosianna-Rufe: das ist der von den Propheten verheißene König und Retter! Wie kommt er, und wie wird er herrschen?

1. Der Friedenskönig ohne Macht: Der Esel - nicht das Schlachtross! - als Zeichen des nahbaren und demütigen Königs, der Frieden bringt und sich selbst für das Volk hingeben wird.

2. Der arme König für die Armen: Er wird freiwillig arm und hat ein Herz für die "Kleinen". Er stirbt für jeden Menschen.

3. Der König und sein Gefolge: Seine Jünger nehmen sein Wesen an und folgen seinen Regeln: Gewaltlosigkeit, Vergebungsbereitschaft, Friedenswille.


04. April 2022 (Friedensgebet für die Ukraine)

Gott, wie zerbrechlich unsere Sicherheiten sind, wie gefährdet unsere Ordnungen, das erleben wir in diesen Tagen. Wer sieht uns mit unserer Hilflosigkeit und Angst? Wütend und fassungslos erleben wir, wie Machthaber die Freiheit und das Leben vieler Menschen gefährden. Wie am Rand Europas ein Krieg beginnt. Was geschieht als Nächstes? Welchen Informationen können wir trauen? Was könnten wir tun, das helfen oder etwas bewegen würde? Sieh du die Not. Sieh unsere Angst. Wie so viele suchen wir Zuflucht bei dir und Schutz, innere Ruhe und einen Grund für unsere Hoffnung. Wir bringen dir unsere Sorgen. Wir bitten dich für die, die um ihr Leben fürchten, und für die, die sich beharrlich für friedliche Lösungen einsetzen. Höre, Gott, was wir dir in der Stille sagen: Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten -für uns und für das Leben und für die Freiheit und gegen den Terror der Diktatoren- denn du unser Gott alleine. Halleluja, Kyrie eleison. Herr Gott, erbarme Dich! Amen. 


28. März 2022

Was zuerst kommt: Gewiss will der Glaube nicht nur geglaubt, sondern vor allem auch gelebt werden und das Gute getan. Aber das erste Wort ist nicht: „Vollbringe!“, sondern vielmehr: „Es ist vollbracht!“ Am Anfang steht nicht das Gebot: „Liebe!“, sondern die Zusage: „Du bist geliebt!“ Wir müssen nicht selbst Christus sein und die Welt retten, sondern wir selbst sollen IHN vielmehr in unserem Leben Christus und Herr sein lassen.

Hans-Joachim Eckstein 


21. März 2022 (H. Priebe)

Der Berg der (V)Erklärung nach Matthäus 17, 1-19

Ein Geschehen, bei dem etwas geklärt wird:

a) für Jesus: Welcher Weg ihm bevorsteht,

b) für seine Jünger, stellvertretend für alle, die Jesus nachfolgen: der Weg der Glaubenden über Höhen und durch Tiefen, Aufstieg und Abstieg.

Ein mühsamer Aufstieg zum Gipfeltreffen unter dem geöffneten Himmel: Jesus, Mose und Elia, die Repräsentanten der Heilsgeschichte, „Gesetz“ und „Propheten“. Ein Highlight sondergleichen, erhebendes Erlebnis, aber nicht zum Dauer-Aufenthalt - wie alle besonderen Glaubenserlebnisse.

Der Abstieg ist schwerer als der Aufstieg, aber Jesus geht mit. Wir sind geschaffen und berufen zum Leben im Tal, auf dem harten Boden der Tatsachen, wo sich unser Glaube zu bewähren hat, wo wir an unsere Grenzen geraten, mit denen wir lernen müssen zu leben. Wie diejenigen, die bei einem Kranken die Erfahrung machen: „Sie konnten ihm nicht helfen.“ Das muss Jesus tun.

Der anglikanische Bischof John Henry Newman betet vor 150 Jahren:

Herr, lass mich nie vergessen, dass die erhebenden Augenblicke und die Stunden der Erholung kein dauernder Zustand sind. Auf Erden haben sie keinen Bestand, sondern nur im Himmel. Hier sind sie uns nur gegeben, um uns auf neue Taten und Leiden vorzubereiten. Schenke mir, Herr, von Zeit zu Zeit die Hilfe deiner göttlichen Tröstungen, aber lass mich nicht in ihnen ruhen.


14. März 2022 (M. Röder)

Es liegt in deiner Hand

Es war einmal ein weiser Mann, der immer zur rechten Zeit die richtigen Ratschläge gab. Darum wurde er auch viel befragt und genoss großes Ansehen bei der Bevölkerung. Dies ärgerte die Oberen des Landes sehr, und sie überlegten, wie sie dem weisen Mann eine Falle stellen könnten. Nach langem Überlegen hatten sie eine Idee: Einer der Ihren sollte mit einer Maus in der geschlossenen Hand vor den weisen Mann treten und ihn fragen, was er in dieser Hand verberge. Sollte wider Erwarten der weise Mann die Maus benennen, könnte durch die Zusatzfrage „Ist das, was sich in der Hand befindet, lebend oder tot? “ der weise Mann bloßgestellt werden. Lautete die Antwort „tot“, würde die Hand geöffnet mit der lebenden Maus. Lautete die Antwort lebend, könnte die Maus durch schnelles Zudrücken der Hand getötet werden. Die Oberen gingen also zu dem weisen Mann und befragten ihn. „Was ist in meiner Hand? “ Der weise Mann antwortete: „Eine Maus.“ „Ist das in meiner Hand lebend oder tot? “ Darauf antwortete der weise Mann: „Ob das, was in eurer Hand liegt, lebt oder tot ist, liegt in eurer Hand.“

Es liegt in unserer Hand! Wie dieser Tag verlaufen wird, ob es Streit gibt oder friedvoll wird, liegt in unserer Hand. Ob die Gemeinschaft wächst, gemeinsam Erfahrungen sammelt oder es zu Spaltung und Ausgrenzung kommt, liegt in unserer Hand. Ob wir als Christinnen und Christen leben oder Gott vergessen wird, alles das liegt in unserer Hand. Es liegt nicht alles in unseren Händen, vieles können wir nicht beeinflussen. Aber da, wo wir unsere Welt gestalten können, da sollten wir es tun! Gott traut uns zu, dass wir es gut hinbekommen!

 


 07. März 2022 (F. Neuenhausen)

Zusammengehörigkeit trotz Unterschieden

"Hier gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und freien Menschen, zwischen Mann und Frau. Denn durch eure Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle zusammen ein neuer Mensch geworden. Wenn ihr aber zu Christus gehört, seid ihr auch Nachkommen Abrahams und seid damit - entsprechend der Zusage, die Gott ihm gegeben hat - Abrahams rechtmäßige Erben."

Galater 3,28-29

Um als Gruppe zusammenzuwachsen, muss man sich auf das Verbindende konzentrieren. Das gilt auch für Christen. Paulus ist überzeugt, dass menschliche, äußere, kulturelle und geschlechtliche Unterschiede nur wenig Bedeutung haben, wenn ein Mensch Christ geworden ist. In Jesus sind wir eine neue Gemeinschaft.  Unser identitätsstiftendes Merkmal ist seine Entscheidung für uns. Jetzt ist es unsere Entscheidung, auf diese Verbundenheit aufzubauen und weiteres Verbindendes finden zu wollen. Das erfordert Zeit und Geduld und bringt am Ende eine starke menschliche Verbundenheit hervor, die gut tut. Man könnte es Liebe nennen.


28. Februar (U. Ahrens)

Die Frage: „Was erwarte ich für mein Leben?“ beschäftigte bereits die Jünger von Jesus, die viel mit Jesus erlebt hatten. Sie erwarten den kraftvollen Auftritt des Messias, wie er verheißen war im Alten Testament. Dem entgegnet Jesus mit der Ankündigung seines Leidens und Sterbens. Das klingt für Petrus unmöglich; es passt nicht zu seinem Verstehen der Bibel. Jesus beschreibt, wie Gott anders handelt. Gott passt nicht in unser Denkschema. Jesus kommt als Richter, ja, aber als ein Richter, der rettet.

„Was ist dir dein Leben wert? Was kannst du dafür bezahlen?“ Es gibt nichts, das ein Mensch für sein Leben bezahlen könnte. Jesus zahlt den Preis mit seinem Leben. Jesus möchte, dass wir leben! Leben wie er, in der Hingabe an den Willen des Vaters im Himmel. Um das Leben zu gewinnen, gibt es nur diesen Entwurf, wie Jesus es gemacht hat. 


21. Februar 2022 (M. Röder)

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden.

Ruth 1, 16-17

DER Klassiker als Trauspruch, aber hier geht es nicht um ein Eheversprechen, sondern um die Willenserklärung Ruth ihrer Schwiegermutter Noomi gegenüber, ihr aus dem Land der Moabiter nach Juda zu folgen. So wie Ruth sich also von ihrer heidnischen Umgebung löst, und sich für ein Kennenlernen Jahwes entschied, so müssen auch wir uns vielleicht von irgendwelchen Gottesvorstellungen etc. lösen, um uns (neu) auf Gott auszurichten.

  1. Noomi geht, trotz großer Gottes-Enttäuschung, zurück nach Juda zu ihrem Gott, obwohl sie die Situation, in die sie geraten ist, nicht versteht. Sie vertraut ihrem Gott dennoch.
  2. Ruth folgt dem Beispiel ihrer Schwiegermutter und verlässt ihr persönliches Umfeld, um diesen Gott besser kennenzulernen, beeindruckt von der Liebe Noomis zu ihrem Gott, trotz aller unbegreiflichen Schwierigkeiten.

Die Freundschaft dieser beiden Frauen zeigt uns, wie wir geschlechter-, kultur- und generationsübergreifend, uns gegenseitig helfen sollten, unser Leben mit und für Gott, sprich unseren Glauben, auch aufgrund der Erfahrung anderer, zu gestalten.


14. Februar 2022 (F. Neuenhausen)

Auch die Christen der ersten Generation kannten schon Streitereien über Ansichtsfragen. Im Brief an die Gemeinde in Rom gibt Paulus Hinweise, wie man mit unterschiedlichen Standpunkten wertschätzend miteinander umgehen kann und im Sinne Jesu eine wohltuende und überzeugende Gemeinschaft bleibt. Folgende Empfehlungen sind daraus zu entnehmen:

1. Streitet nicht über Meinungen: Klare Meinungen soll man ruhig haben, aber nicht meinen, nur die eine Meinung habe Gültigkeit. Frage dich: Will ich Recht haben oder Freunde?

2. Weite deine Perspektive: Nimm wahr, dass wir letztlich alle unserem Herrn Jesus Christus gegenüber verantwortlich sind. Er ist und bleibt der, der alles Rechte kennt und beurteilen kann.

3. Handle gewissensmäßig: Stehe zu deinem gegenwärtigen Standpunkt, den du in Einklang mit Gott zu finden gesucht hast. Frage andere, wie sie zu ihrem Standpunkt gelangt sind. Sprich mit den Mitchristen, wie auf Basis der Unterschiede ein gemeinsamer Weg beschritten werden kann.

Die Corona-Debatte ist ein weiteres Übungsfeld, christliche Einheit zu finden bei unterschiedlichen Überzeugungen.


07. Februar 2022 (D. Rose)

Johannes 6, 60-71: Es fängt mit der Speisung der 5.000 an, und die Volksmenge will Jesus zum König machen. Viele folgen ihm und wollen mehr von ihm wissen. Je mehr Jesus mit den Menschen spricht, desto mehr sind die Menschen desillusioniert und enttäuscht. Die meisten verlassen ihn…

Unsere Erwartungen und Perspektiven sind nicht das ganze Bild • Gottes Wege und sein Handeln gehen weit über das hinaus, was wir schon verstanden haben • Der Glaube kann sich negativ entwickeln • Der Glaube kann sich positiv entwickeln • Der Glaube und die Nachfolge ist freiwillig • Unser Glaube ist nicht selbstverständlich

Wir glauben, weil Gott die Voraussetzungen dazu gegeben hat • Jeder entscheidet für sich, freiwillig • Der Glaube muss gepflegt werden • Der Glaube ist sehr tiefsinnig, weit mehr als das, was wir zunächst wahrnehmen • Jesus kennt mich und liebt mich trotzdem

Der Glaube ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Geschenk, das immer weiter ausgepackt werden muss.­ 


31. Januar 2022 (M. Röder)

GEBORGENHEIT

Wo immer Du gehst, wo immer Du stehst, was immer Du tust, wo immer Du ruhst, Du bist in Gottes Hand und bist dort wohl geborgen.

Er ist Dein Vater, der Dich liebt und Dir die Kraft zum Leben gibt.

ER hat Dich in Seine Hand geschrieben; auf ewig bist Du Sein.

Heinz Pangels


24. Januar 2022 (M. Röder)

2 G+

Glaube:

Meinen Glauben kann ich nur vermitteln, wenn ich ihn für mich persönlich erlebt und erfahren habe. Denn „ich“ glaube. Keiner kann „für mich“ glauben. Glaube kann mir nicht anerzogen oder verordnet werden. Unser Glaube basiert auf der vertrauensvollen Beziehung zu Jesus Christus. Glaube ist Erfahrung mit Gott, die Zeit braucht, um zu reifen und sich zu entfalten. Glaube ist ein „lebenslanger“ Weg mit Zeiten des Suchens, Fragens, Zweifelns. Glaube ist also kein statischer, sondern ein dynamischer Vorgang. Ich folge dem Weg, den ER mir anbietet, da ich weiß, dass ER es gut mit mir meint und nur mein Bestes will. Das nennt man auch Nachfolge.

„Die Schafe folgen dem Hirten nach; denn sie kennen seine Stimme.“

Johannes 10,4

Geborgenheit:

Um uns gesund in unserem Glauben zu entwickeln brauchen wir Geborgenheit/Sicherheit. Zum Wachsen und Reifen, brauchen wir sowohl im Leben als auch im Glauben Hilfe für Entscheidungen. Und diese persönlichen Entscheidungshilfen dürfen wir aus einem gesicherten Umfeld heraus treffen, sprich: aus Gottes Geborgenheit heraus. Geborgenheit darf man nicht mit einem Gefängnis verwechseln. Es ist ein schützender aber offener Raum, aus dem heraus wir uns entfalten dürfen.

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“

Psalm 31,9

+ Mehrwert:

Sobald wir uns auf dieses freie Feld, unser Leben, begeben, werden wir merken, dass Gott und unser Glaube an IHN einen Mehrwert für unser Leben darstellt. Ohne Gott möchte ich nicht gelebt haben und ohne IHN auch in Zukunft nicht leben. Gott ist für mich die wahre Wirklichkeit hinter der uns umgebenden Wirklichkeit.

„Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen, Leben in ganzer Fülle."

Johannes 10,10b 


17. Januar 2022 (M. Röder)

Mit Gewissheit ins neue Jahr gehen.

Das alte Jahr haben wir mehr oder weniger bewältigt, das neue Jahr birgt so viele Unwägbarkeiten und Herausforderungen. Wir brauchen Mut, um unsere Angst zu bewältigen. Angst hat jeder, jeder in seinen persönlichen Situationen. Gottes Antwort auf unsere begründete oder unbegründete Angst ist keine Floskel à la „Los, du schaffst es!“, sondern er gibt uns seine Zusage: "Du musst es nicht allein schaffen!"

"Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende."

Matthäus 28,20

Gott garantiert uns weder Erfolg (in unserem Sinne oder unseren Vorstellungen entsprechend), noch verspricht er uns eine Vollkaskoversicherung (Rundum-Sorglos-Paket). Aber durch Jesu Zusage will ER auch unseren Blick schärfen für die Gegenwart Gottes in unserem Leben nicht nur im neuen Jahr. ER lässt uns garantiert nicht allein.

"Dann, wenn die Angst mich einschüchtert und lähmt, will ich mich auf Gottes Wort verlassen. Mich daran orientieren. Seiner Spur folgen. Das gibt mir die nötige Portion Mut weiterzugehen. Es müssen keine 'perfekten' Schritte sein. Aber die festen Zusagen Gottes lassen mich sichere Schritte in unsicheren Zeiten wagen. Ich gehe sie nicht allein. Jesus geht mit. Und das beste: Er bringt mich sicher ans Ziel."

Ellen Hörder-Knop


10. Januar 2022 (M. Röder)

Was nehmen wir von Weihnachten 2021 mit ins neue Jahr 2022? Was haben wir von dem verstanden und verinnerlicht, was uns Weihnachten angeboten wurde? Ist in uns der eine oder andere Gedanke neu wichtig geworden? Es liegen wieder 365 Tage vor uns; helfen da die Erkenntnisse von Weihnachten uns neu zu orientieren? Fragen über Fragen, die alle auf ihre Weise beantwortet werden wollen. Wie sieht z.B. unser „Handgepäck“ als Orientierungshilfe fürs neue Jahr aus? Die Vorsätze sollten praktikabel und universal einsetzbar sein, damit wir sie in so vielen Lebenssituationen wie möglich anwenden können. Ich lasse mich von der diesjährigen Jahreslosung leiten:

"Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen."

Johannes 6, 37

Da wäre zum Beispiel:

  • Hoffnung …für den Frieden auf Erden oder in meinem Umfeld, an dem ich mitwirken kann.
  • Träume …für mehr Menschlichkeit und Toleranz neuen Mitbürgern gegenüber, wo ich ebenfalls mitarbeiten kann.
  • Hilfsbereitschaft …Augen und Ohren offen halten und bereit sein, mit meinen Händen zu helfen, gemäß der Jahreslosung „annehmen“ anstelle von „abweisen“.
  • Humor …für mehr Leichtigkeit in meinem Tun, um damit mein Umfeld positiv zu beeinflussen.
  • Verantwortung …um meinem Nächsten die Hilfe und Unterstützung anzubieten, die er gerade braucht.

Die Liste könnte endlos verlängert werden, würde uns aber schlussendlich überfordern. Daher sollte jeder sich seine persönliche To-do-Liste zusammenstellen. Unsere Vorsätze fürs neue Jahr sollten daher nicht mit „Ich hör auf mit . . .“, sondern „Ich fange an mit . . .“ beginnen, und egal welchen Weg wir einschlagen, der HERR unser Gott, unsere Wirklichkeit, ist mit uns.

„Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“

Psalm 139, 3 & 5


03. Januar 2022 (M. Röder)

„Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

Johannes 6,37 (Jahreslosung 2022)

Nicht wir als Christen laden ein, sondern Jesus Christus persönlich lädt alle ein. Wir, die wir in SEINEM Namen tätig sein sollen, haben nicht die Befugnis, bestimmte Kriterien mit Gottes Einladung zu verknüpfen. So wenig, wie Gott Auswahlkriterien an seine Arbeiter im Weinberg stellt, genauso eng schreibt ER uns vor, welche "Weinsorten" wir nur ernten dürfen. Alle haben ein Anrecht auf Gottes Wort, Wahrheit und Geist! Es gibt kein "Die" und "Wir". Der Vers aus der Jahreslosung stellt uns eben genau diesen Jesus vor, dem es nicht darum geht, auszusortieren, wer zu ihm gehört und wer nicht. Wer die richtigen Formeln beim Beten und Sprechen von seinem Glauben benutzt und wer nicht. Wer zur vermeintlich richtigen Kirche oder Gemeinde gehört und wer nicht. Wer die richtigen theologischen Ansichten teilt. Wer sein Leben gut sortiert hat und wer nicht. Es spielt keine Rolle mehr, ob ihr Juden seid oder Griechen, Sklaven oder freie Menschen, Männer oder Frauen. Denn durch eure Verbindung mit Christus Jesus seid ihr alle wie ein Mensch geworden (Galater 3,28). Dieser Jesus, der grundsätzlich ein Freund des Menschen generell ist, und der ihnen keine neuen Regeln auferlegt, macht jedem ein Angebot zu einem erfüllten, sinnvollen Leben. Und dieses Angebot nimmt er nie zurück. Es gilt für immer. Und jeder, der sich auf Jesus einlässt, darf Gott erfahren und erleben. Jesus macht keine Unterschiede. ER ist‘s, der die Menschen in die Weite und in die Freiheit führt, der erfülltes und überfließendes Leben schenkt, der barmherzig ist und jede und jeden unendlich liebt. Dieser Jesus gibt uns in diesem Vers einen Auftrag in Seinem Sinne: "Wer zu uns kommt, den werden/dürfen wir nicht abweisen."


 

 

Archiv "Wort(e) für die Woche"

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Herrnhuter Losung

Montag, 26.09.2022

Bekehre du mich, so will ich mich bekehren; denn du, HERR, bist mein Gott!

Jeremia 31,18

"Jesus spricht zu Thomas:" Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Johannes 20,27

(c) Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine
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